Donnerstag, 12. März 2020

Vector Performance Acceleration (VPA) jetzt einschalten für mehr Performance bei Spatial Queries

In meinem Post vom 6.Dezember hatte ich auf die Freigabe der kompletten Locator/Spatial Funktionalität für alle Editionen der Oracle Datenbank hingewiesen.
Das ermöglicht Ihnen jetzt auch, den Parameter SPATIAL_VECTOR_ACCELERATION standardmäßig auf TRUE zu setzen. Auch diese Änderung sollte natürlich vorher in einer nicht-produktiven Instanz getestet werden.

Wie kann der Parameter gesetzt werden?
Auf Instanz-Ebene ALTER SYSTEM SET SPATIAL_VECTOR_ACCELERATION = TRUE;
In der xxxinit.ora SPATIAL_VECTOR_ACCELERATION = TRUE;
Auf Session-Ebene ALTER SESSION SET SPATIAL_VECTOR_ACCELERATION = TRUE;
Ein priviliegierter Account (system oder sys as sysdba) wird jeweils vorausgesetzt.

Freitag, 21. Februar 2020

Spatial Metadaten einfach lesbar ausgeben

In den Spatial (SDO) Metadaten werden die Dimensionen (DIMINFO) in einem Objekt gespeichert. Solche Objekte sind in der Regel mittels SELECT * FORM USER_SDO_GEOM_METADATA nur sperrig lesbar, je nachdem welcher Client für das SELECT verwendet wird.
Es gibt einen eleganten Weg, die einzelnen Attribute im Objekt DIMINFO in Tabellenform anzuzeigen. Das "Zauberwort" hier ist TABLE FUNCTION.


SELECT
  m.table_name
  , m.column_name
  , m.srid
  , d.*
FROM
   user_sdo_geom_metadata m
  , TABLE ( m.diminfo ) d -- Ausgeben der DIMINFO Attribute als Tabelle
ORDER BY
  m.table_name
  , m.column_name;

Das Ergebnis sieht dann so aus:

TABLE_NAME COLUMN_NAME  SRID  SDO_DIMNAME  SDO_LB  SDO_UB  SDO_TOLERANCE
-------------------------------------------------------------------------------------------------------
MYGEOTABLE GEOMETRY 4326 Lat -180 180 .05
MYGEOTABLE GEOMETRY 4326 Lon -90 90 .05
...

Dienstag, 4. Februar 2020

Geodatensets über 50MB in Spatial Studio laden

Bei der Installation von Spatial Studio werden verschiedene Einstellungen vorgegeben. Diese können nachträglich angepaßt werden. So u.a. die Größe der Quelldateien, aus welchen die Geodaten importiert werden. Hierfür gilt ein Wert von 50 MB im Standard. Häufig sind jedoch .geojson oder auch Shape-Files größer. Daher empfiehlt es sich, den Parameter dataset_max_size hochzusetzen. (Siehe Änderung auf 200 MB in Abbildung weiter unten.)

Die Parameter-Datei, welche beim 1. Start von Spatial Studio angelegt wird, heißt sgtech_config.json und liegt im Verzeichnis $HOME/.sgtech (Linux) bzw. %HOME%\.sgtech (Windows).

Damit die Änderung aktiv wird, sollte vorher Spatial Studio gestoppt werden (stop.bat bzw. stop.sh). Nach der Parameter-Anpassung können Sie Spatial Studio wieder starten (start.bat bzw. start.sh).

Dienstag, 17. Dezember 2019

Geokodierung ganz ohne zusätzliche Kosten

Im Oktober hatte ich in meinem Post das neue Werkzeug Spatial Studio vorgestellt. Darüber besteht seit der Lizenzänderung für Spatial and Graph auch die Möglichkeit, ohne zusätzliche Kosten Adressen in Koordinaten bzw. SDO_GEOMETRY Objekte umzurechnen.

Sollen deutsche Adressen in .csv Dateien geokodiert werden, empfehle ich, für den Import der Daten in eine Tabelle zunächst den SQL Developer (auch kostenfrei) zu verwenden. Das hat den schlichten Grund, daß die Importfunktion dort mehr Möglichkeiten bezüglich Anpassung des Datentyps für die Zielspalte hat. Der direkte Import mit Spatial Studio konvertiert deutsche Postleitzahlen automatisch in eine NUMBER Spalte, deren Werte die führende Null verloren haben.

Mit diesem kleinen Umweg über den SQL Developer haben Sie das richtige Ausgangsformat bzw. die gültigen Postleitzahlen und können dann die Geokodierung mit Spatial Studio direkt auf der erzeugten Import-Tabelle anstoßen.

Freitag, 6. Dezember 2019

!!!! Spatial Features und mehr jetzt vollständig in jeder Edition der Oracle Datenbank nutzbar !!!!

Oracle hat gestern die Nutzung aller Features der DB Optionen Spatial and Graph sowie Advanced Analytics für alle Editionen und Versionen der Oracle Datenbank zur vollständigen Nutzung, ohne zusätzlichen Lizenzkosten, freigegeben. Damit können EntwicklerInnen den kompletten Funktionsumfang in Bezug auf
  • Geodatenmanagement und -Analyse
  • Graphdatenmodellierung und -Analysen sowohl für "Property Graphs" als auch "RDF Graphs" sowie
  • Data Mining und Machine Learning
nutzen. Die offizielle Ankündigung dafür findet Ihr hier.
Diese Änderung der Lizensierung bezieht sich auf alle "on premises" Installationen als auch die Nutzung dieser Funktionalität über Oracle Cloud Services.

Ein besseres (Vor-)Weihnachtsgeschenk kann ich mir gerade nicht vorstellen.

Daher: "Haut in die Tasten" und lasst mich wissen, was Ihr aus der neuen Freiheit macht.