Mittwoch, 4. April 2012

Location Intelligence & Oracle Spatial User Conference Agenda

Die Agenda für die Location Intelligence & Oracle Spatial User Conference am 22. und 23. Mai 2012 in Washington D.C. steht.

Key executives beinhalten u.a.:

  • Conference Introduction - Jim Steiner, Vice President, Server Technologies, Oracle
  • Big Data Analytics - Pat Sack, Oracle National Security Group
  • Open Source Solutions Take Hybrid Approach - Xavier Lopez, Director, Oracle Spatial and Semantic Technologies, Oracle
  • Embedded Geospatial Capabilities in Enterprise Computing and BI Solutions, Jayant Sharma, Technical Director, Oracle Spatial
  • What You Need To Know About Exadata – Dan Geringer, Oracle
  • New Performance Enhancements in Oracle Spatial — Siva Ravada, Oracle
  • Oracle Support for Spatial – Richard Pitts, Oracle
  • Oracle Partner Network Spatial Specialization – Lindsey Pickle, Oracle Partner Network
Die komplette Agenda für die 2 sicher sehr spannenden Tage findet sich hier. Und wer sich noch kurzentschlossen registrieren will, sei auf diesen Link verwiesen.

Freitag, 16. März 2012

Gebäudekonstruktion mit Oracle Spatial - Teil 1: LOD1

Vor nunmehr fast 5 Jahren wurde mit der Version 11 der Oracle Datenbank die Unterstützung für 3D Vektordaten sowie mit SDO_PC für Punktwolken und SDO_TIN für Dreiecksvermaschungen zusätzliche Datentypen zur Modellierung von Oberflächen und Körpern eingeführt.

Wie die 3D Funktionalität verwendet wird, möchte ich in mehreren Blog-Postings anhand des Aufbaus von 3D Stadtmodellen erläutern.

Im heutigen Posting soll es zunächst um die Konstruktion von LOD1 gehen. Die Abkürzung LOD steht für Level of Detail, Level 1 für die Konstruktion von Gebäudeblöcken aus in die Höhe gezogenen Grundflächen, auch Klötzchenmodell genannt.

Was wird benötigt?

Als Datengrundlage für die Konstruktion eines Klötzchenmodells steht eine Tabelle mit Gebäudeumrissen in 2D sowie 2 Höhenangaben für
  • Gebäudehöhe
  • Höhe über Grund
zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Testdaten des British Ordnance Survey im Koordinatensystem OSGB 1936 (EPSG:27700).

Genausogut können Hausumringe z.B. aus ALK-Daten verwendet werden, sofern Höhenangaben beigegeben sind.

Wie geht man vor?

  1. Liegen die Daten nicht direkt als SDO_GEOMETRY vor, müssen sie mit einem Werkzeug zuvor konvertiert werden.
  2. Für die zu erzeugenden 3D-Geometrien wird eine neue Tabelle angelegt.
    create table buildings_lod1 (
      building_id         number primary key,
      gmlid               varchar2(30),
      height              number,
      ground_height       number,
      geom                sdo_geometry
    );
    
  3. Mit der Funktion SDO_UTIL.EXTRUDE werden aus den 2D-Geometrien (Flächen) unter Verwendung der Höhenangaben HEIGHT und GROUND_HEIGHT 3D-Geometrien (Körper) erzeugt.
    -- Vorgehen für Version 11.2
    insert into buildings_lod1 (
      building_id, 
      gmlid, 
      height, 
      ground_height, 
      geom)
    select 
      building_id,
      gmlid,
      height,
      ground_height,
      sdo_util.extrude (
        geom,
        sdo_number_array (ground_height),
        sdo_number_array (height),
        0.005,
        7405   -- Compound CRS aus EPSG:27700 + EPSG:5701
      )
    from building_footprints;
    commit;
    Für die 567 Gebäudesätze braucht es wenige Sekunden und die neue Tabelle ist befüllt.
    Neues Koordinatensystem ist jetzt EPSG:7405, also OSGB 1936 + ODN height.
  4. Zwecks Überprüfung werden die Daten nun noch nach KML konvertiert, in einem Ordner im XMLDB Repository als Resource abgelegt und mit Google Earth zur Anzeige gebracht.
    -- PL/SQL Prozedur: Export SDO_GEOMETRY als KML
     declare
      result boolean;
      kmldoc xmltype;
    begin
      SELECT 
      -- Anm.: Ein bisschen SQL/XML in der Datenbank kann nicht schaden
        xmlelement ( 
          "kml",
          xmlattributes ('http://www.opengis.net/kml/2.2' as "xmlns"),
          xmlelement (
            "Document",
            xmlelement (
              "Style",
              xmlattributes('BuildingStyle' as "id"),
              xmlelement ("LineStyle", xmlelement ("width", '1'), 
              xmlelement ("color", 'ffffffff')
            ),
            xmlelement (
              "PolyStyle", 
              xmlelement ("color", 'bfc0c0c0')
            ),
            xmlelement (
              "BalloonStyle", 
              xmlelement ("text", '$[name]')
            )
          ),
          xmlagg (
            xmlelement (
              "Placemark",
              xmlelement ("name", 'Building '|| gmlid),
              xmlelement ("styleUrl", '#BuildingStyle'),
              xmltype (
                sdo_util.to_kmlgeometry (
                  snap_to_ground (
                    sdo_cs.transform(geom,4327), 
                    0
                  )
                )
              )
            )
          )
        )
      )
      INTO kmldoc
      FROM buildings_lod1;
    
      -- Wenn KML-Datei schon in Repository vorhanden ist, dann löschen
      if dbms_xdb.existsresource ('/public/Buildings/buildings_lod1.kml') then
        dbms_xdb.deleteresource('/public/Buildings/buildings_lod1.kml');
      end if;
    
      -- KML-Datei ins Repository schreiben
      result := dbms_xdb.createResource ('/public/Buildings/buildings_lod1.kml', kmldoc);
      if not result then
        raise_application_error (-20000, 'Failed to create resource');
      end if;
    end;
    /
    commit;
    

    Die Hilfsfunktion SNAP_TO_GROUND ist übrigens wie folgt definiert:

    -- "Alles auf Grund"
    create or replace function snap_to_ground (
      geom sdo_geometry, 
      ground_height number)
    return sdo_geometry deterministic
    is
      i number;
      g sdo_geometry;
      current_ground_height number;
      offset number;
    begin
      g := geom;
      current_ground_height :=  sdo_geom.sdo_min_mbr_ordinate(g,3);
      offset := current_ground_height - ground_height;
      i := 0;
      while i < g.sdo_ordinates.count loop
        g.sdo_ordinates(i+3) := g.sdo_ordinates(i+3) - offset;
        i := i + 3;
      end loop;
      return g;
    end;
    /
    
    Die ausserdem verwendeten Funktionen SDO_UTIL.TO_KMLGEOMETRY und SDO_CS.TRANSFORM sind Bestandteil der Oracle DB Spatial Features.
    Alternativ kann der Export natürlich auch als GML (CityGML-konform) erfolgen. Dann läßt sich das Ergebnis, wie in der nachfolgenden Abbildung, z.B. mit dem LandExplorer CityGML Viewer darstellen.

Damit ist der Teil "Konstruktion von LOD1 aus Gebäudeumrissen" abgeschlossen.

Fortsetzung folgt.

Donnerstag, 15. März 2012

Anzeige von Vektordaten (Geometrien) im SQL Developer Version 3.1

Seit Anfang Februar 2012 ist die Version 3.1 des kostenfreien Werkzeuges SQL Developer verfügbar.

Der SQL Developer enthält seit einiger Zeit Funktionalität für die Visualisierung von und den Umgang mit Daten des Typs SDO_GEOMETRY.
Mit Version 3.1 hat es nun eine Änderung gegeben, was die tabellarische Anzeige der Werte in den SDO_GEOMETRY-Spalten betrifft.

Diese werden jetzt als Platzhalter [MDSYS.SDO_GEOMETRY] angezeigt, statt wie bisher mit ihrem vollen Textinhalt.
Der eigentliche Wert wird mittels Doppelklick auf den Platzhalter eingeblendet.

Hintergrund dieser Änderung ist eine wesentliche bessere Performance in Bezug auf die Anzeige von Daten in Tabellen mit vielen Geometrien oder grossen Geometrien, die also sehr viele Stützpunkte aufweisen.

Kommentare und Informationen zum Werkzeug und seinen Features können im SQL Developer Forum ausgetauscht werden.
Für Änderungswünsche steht seitens des SQL Developer Product Management der Bereich SQL Developer Exchange zur Verfügung.

Webcast: Integration von Geodaten in ADF

Bernhard Fischer-Wasels gibt am 16. März in der Zeit von 8:30 bis 9:00 Uhr eine Überblick zur Intergration von Geodaten in das Oracle Application Development Framework (ADF).
Interessenten sind herzlich eingeladen, sich einzuwählen.

Einwahldaten für die Webkonferenz:

Einwahldaten für die parallele Telefonkonferenz:
  • Telefonnummern: 069 2222 16 106 oder 0800 66 485 15
  • Conference Code: 208 503 9
  • Security Passcode: 112233

Samstag, 10. März 2012

DOAG SIG Spatial am 18. April in Frankfurt a.M.

Die Special Interest Group der Deutschen Oracle Anwendergemeinschaft trifft sich wieder am 18. April in Franfurt a.M.
Die Vortragsliste umfasst folgende interessanten Beiträge:
  • Das Navi in der Datenbank: Oracle11g has NAVTEQ on Board
  • Das Netz: Der Umgang mit dem "Oracle Network Data Model" am Beispiel
  • Verwaltung von 3D Stadtmodellen
  • Koeexistenz zwischen Smallworld-GIS und Oracle Spatial
  • Oracle Apex IR und OpenLayers/OSM Karten gemeinsam nutzen - dank APEX Plug-In Technologie
  • Autodesk on Oracle: Erfassung und Bearbeitung raumbezogener Daten mit Oracle 11gR2 Spatial
Weitere Infos zur Veranstaltung gibt es hier.